Das Verbesserungspotential in deutschen Organisationen liegt durchschnittlich bei 20 %
vom Umsatz.
Die bestehenden Denkweisen helfen hier offensichtlich nicht weiter,
denn sonst gäbe es dieses Potential ja nicht.
Prozessoptimierung
Warum
Prozess-Optimierung?
Die Gestaltung der
Prozesse, verbunden mit der Häufigkeit ihres Auftretens, bestimmen maßgeblich den Bedarf
des Unternehmens an Ressourcen (Mitarbeiter, Material, Raum, Geräte und Maschinen, etc.)
und damit ganz wesentlich dessen Kostenstruktur.
Wie Vorgänge in
einem Unternehmen ablaufen, welche und wie viele Personen daran beteiligt sind, die
Festlegungen, wie Informationen und Güter fließen, usw., definiert aber nicht nur die
Kosten des Prozesses. Dadurch werden auch die Durchlaufzeit sowie die Qualität des
Ergebnisses (siehe z. B. auch ISO 9000) maßgeblich mitbestimmt. Und das Bild des
Unternehmens gegenüber Kunden, Lieferanten, Geschäftspartnern und allgemein gegenüber
der Öffentlichkeit wird geprägt. Nicht zuletzt hat die Gestaltung der Prozesse großen
Einfluss auf die Motivation und das Arbeitsengagement der Mitarbeiter.
Die hohe Bedeutung,
die Prozesse für das Unternehmen haben, fordert geradezu heraus, diese regelmäßig auf
Verbesserungsmöglichkeiten zu überprüfen. Weitere Beweggründe für die kritische
Untersuchung der bestehenden Prozesse sind:
- Erkannte Probleme und Schwachstellen (Kundenreklamationen,
Qualitätsmängel, immer wieder auftretende Schwierigkeiten bei der Umsetzung definierter
Prozesse, usw.)
- Neue Ideen für Prozessverbesserung
- Veränderungen im Unternehmen
- Neue technische Entwicklungen und Lösungen
- Erfolgreiche Prozesse bei anderen Unternehmen (Benchmarking)
- Veränderungen in der Gesellschaft allgemein und in der Belegschaft im
Besonderen
- Sonstige Veränderungen im Markt
- etc.
Was verstehen wir
unter Prozess-Optimierung?
In unserem
Unternehmensmodell wird der Begriff Prozesse" bewusst sehr umfassend
definiert. Er steht für die operative Seite des Unternehmens. Bei der Prozess-Optimierung
geht es um die Verbesserung der Abläufe, Regelungen und organisatorischen Strukturen im
Unternehmen einschließlich aller Aspekte der Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern,
Lieferanten, Vorlieferanten, Vertriebspartnern und Endkunden entlang der gesamten
logistischen Kette.
Die Betriebswirtschaftliche
Beratung konzentriert sich vor allem auf die buchhalterisch-kaufmännischen Aspekte.
Stellen Prozesse
einen strategischen Wettbewerbsvorteil des Unternehmens dar bzw. haben sie das Potenzial
dazu, gehören sie in das Feld Kompetenz in unserem Unternehmensmodell.
Die Einführung
eines neuen Prozesses oder die Veränderung eines bestehenden Prozesses ist ebenfalls ein
Prozess im oben beschriebenen Sinne. Das Managementm die Optimierung, solcher
Veränderungs-Prozesse bezeichnet man auch als Change Management.
Die Optimierung
von Prozessen
Grundsätzlich kann
man zwischen dem Prozess-Engineering und der kontinuierlichen Prozess-Verbesserung (siehe
auch KVP als eine diesbezügliche Methode) unterscheiden.
Bei der
kontinuierlichen Prozess-Verbesserung geht es im Wesentlichen um die Optimierung
(Fine-Tuning) bestehender Prozesse. Die Grundstruktur der Prozesse bleibt
hierbei erhalten.
Beim
Prozess-Engineering geht es um die Entwicklung neuer Prozesse oder um die grundlegende
Veränderung bestehender Prozesse. Hierbei wird zwischen Kern-Prozessen (auch
Hauptprozesse) und Hilfs-Prozessen (auch Nebenprozesse) unterschieden.
Das Engineering von
Prozessen ähnelt in vielem der Entwicklung einer Strategie. Besonders wichtig hierbei ist
eine ausreichende innere Distanz zu den Abläufen und Strukturen im Unternehmen, wie sie
nach mehreren Jahren im Unternehmen nur noch bedingt möglich ist. Neu in das Unternehmen
eintretende Führungskräfte und Externe sind nicht nur frei von der so genannten
Betriebsblindheit, sondern bringen gleichzeitig konkrete Erfahrungen aus anderen
Unternehmen und Branchen mit ein.
Der Erfolg oder
Misserfolg eines Prozesses zeigt sich aber erst im Zusammenwirken der
technisch-betriebswirtschaftlichen Aspekte mit den daran beteiligten Menschen. Mit der
richtigen Vorgehensweise gelingt es wesentlich einfacher und mit weniger
Reibungsverlusten, eine Organisation vom aktuellen in den zukünftigen Zustand zu führen.
Outsourcing
Die kritische
Analyse der Prozesse vor dem Hintergrund der Kernkompetenzen des Unternehmens führt auch
zu der Identifikation von Aufgaben und Teilprozessen, für die Outsourcing eine
wirtschaftliche Alternative darstellt.
Prozess-Kostenrechnung
Eine weitere Sicht
auf die Unternehmensprozesse vermittelt die Prozesskostenrechnung, auch als activity
based costing oder cost driver accounting bezeichnet. Mit ihrer Hilfe
können viele praktische Mängel anderer Kostenrechnungsarten, insbesondere was die
Behandlung von Gemeinkosten betrifft, vermieden werden.
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